Ziele

 

fortbildung01Die Ziele des Instituts für Versorgungsforschung in der Onkologie (InVO) ergeben sich aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern.

Wissenschaftliche Projekte dienen dazu, die Versorgungsrealität abzubilden und damit auch zu evaluieren. Durch die Publikation der Ergebnisse auf wissenschaftlichen Kongressen und in medizinischen Fachzeitschriften wird die Möglichkeit geschaffen, das Outcome bzw. die Qualität der Behandlung mit anderen Institutionen oder mit den Resultaten aus klinischen Studien zu vergleichen. Darüber hinaus werden versorgungsrelevante Themen wissenschaftlich bearbeitet, die über die Zulassung von neuen Wirkstoffen hinausgehen. Als Beispiele können onkologisch bedeutsame Themen wie Adhärenz mit oralen Therapien, psychosozialer Distress oder Morbidität nach einer Krebserkrankung dienen.

Klinische Studien sind unter vielen Gesichtspunkten wichtig und werden, insbesondere in der Onkologie, als Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Behandlung verstanden. Patienten, die innerhalb einer klinischen Studie behandelt werden, profitieren unter mehreren Gesichtspunkten. Zunächst einmal besteht die Möglichkeit mit einem neuen und innovativen Wirkstoff behandelt zu werden. Insbesondere austherapierten Patienten bietet sich damit, vor dem Hintergrund einer rasanten Entwicklung neuer Medikamente, eine sinnvolle Alternative.
Das InVO unterstützt und koordiniert die GCP-konforme Durchführung von klinischen Studien und legt dabei großen Wert auf die Freiwilligkeit der Teilnahme und die umfassende Information von Patienten und Angehörigen. Studien-Patienten werden engmaschig kontrolliert und häufig über mehrere Jahre nachbeobachtet. Für die Prüfärzte ergibt sich innerhalb klinischer Studien die Möglichkeit, neue Substanzen unter kontrollierten Bedingungen kennenzulernen und erste Erfahrungen mit ihnen zu sammeln, die, nach einer möglichen Zulassung, wichtig für den Versorgungsalltag werden.

Um einen größtmöglichen Nutzen für die Patienten zu erzielen, wird die Teilnahme an Studien in möglichst frühen Phasen angestrebt. Darüber hinaus sollte für möglichst jede größere Entität eine oder mehrere Studien mit unterschiedlichen Behandlungsintentionen angeboten werden.
Neben Zulassungsstudien stehen aber auch, wissenschaftlich ebenso interessante und wichtige, Investigator Initiated Trials (IIT) im Fokus der Studienaktivitäten des InVO, bestes Beispiel sind die IIT zum Morbus Hodgkin.
Hinzu kommen, bei neu zugelassenen Wirkstoffen, relevante Sicherheitsfragen, die nur mit Hilfe großer Beobachtungsstudien zufriedenstellend geklärt werden können. Durch die gezielte Teilnahme an Phase IV-Studien unterstützt das InVO deshalb Untersuchungen, die sich mit den Sicherheitsaspekten von zugelassenen Substanzen beschäftigen.

Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung von onkologisch tätigen Fachärzten ist von zentraler Bedeutung für eine optimale Patientenversorgung. Das InVO bietet aus diesem Grund mehrmals pro Jahr Fortbildungsveranstaltungen an, die sich mit den neuesten Entwicklungen in der Onkologie beschäftigen.
In diesen Kontext passt auch das eLearning Tool Zytologieseminar.de, das von einer Tochterfirma des InVO, der InVO-SOFT, vermarktet wird. Zytologieseminar.de ist eine kostenlose und frei zugängliche Software, die sich an alle hämatologisch und insbesondere zytologisch Interessierten richtet. Das Tool kann sowohl als DozentIn als auch für das Selbststudium genutzt werden.